Eine MRT der Prostata, oft als multiparametrische MRT (mpMRT) durchgeführt, ist ein strahlenfreies, bildgebendes Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung der Prostata.
Neben der Möglichkeit Prostatakarzinome zu diagnostizieren und gezielte Biopsien durchzuführen oder die aktive Überwachung zu steuern, können auch gutartige Veränderungen wie z. B. eine Prostatavergrößerungen, Entzündungen oder Prostatasteine differenziert werden.
Auch bei anhaltenden Prostatabeschwerden oder einem auffälligen PSA-Wert kann diese Untersuchung Klarheit bringen. Liegt eine Krebserkrankung vor, kann die MRT der Prostata helfen, die Größe des Tumors zu bestimmen oder Metastasen abzuklären. Sie kann auch eingesetzt werden, um Behandlungsmöglichkeiten zu diskutieren oder die Wirksamkeit der Behandlung von Prostataerkrankungen zu beurteilen.
Wie läuft die Untersuchung ab?
In der Radiologie und Nuklearmedizin Dachau/Karlsfeld sind wir spezialisiert auf die Durchführung und Auswertung multiparametrischer Prostata MRT-Untersuchungen. Sämtliche Untersuchungen werden an unserem 3 Tesla Siemens Gerät in Karlsfeld durchgeführt. Bei herkömmlichen MRT-Systemen mit einer Feldstärke von höchstens 1,5 Tesla sollte meist eine Endorektalspule in den Enddarm eingeführt werden. Eine unangenehme Prozedur, die wir unseren Patienten durch den Einsatz eines hochmodernen 3 Tesla MRT ersparen können. Die gesamte Untersuchung wird bequem im Liegen durchgeführt und dauert etwa 25 Minuten.
Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung in der Prostatadiagnostik. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen mit ausführlicher und umfassender Beratung, genauen Untersuchungen und präzisen Diagnosen zur Verfügung.
Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?
Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Früherkennung voller Höhe.
Bisher ist die MRT der Prostata keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, im Rahmen eines Selktivvertrags übernehmen einige Krankenkassen die Kosten. Ob Ihre Krankenkasse dazugehört finden Sie hier (https://mediqx.de/mpMRTProstata_TeilnehmendeKrankenkassen.pdf) heraus. Alternativ können gesetzlich versicherte Patienten die MRT der Prostata als Selbstzahler-Leistung in Anspruch nehmen.
Welche Vorbereitungen sind für die MRT nötig?
Vor der Untersuchung müssen alle Gegenstände aus Metall abgelegt werden. Dazu gehören Schmuck, Uhren, Kleidung mit Metallapplikationen und Reißverschlüssen, herausnehmbarer Zahnersatz und Piercings. Diese Metallgegenstände können einerseits das Magnetfeld stören und eine korrekte Diagnose verhindern; andererseits wird Metall durch das starke Magnetfeld angezogen und erhitzt, was zu Verletzungen führen kann. Auch Scheckkarten mit Magnetstreifen sowie lose Metallgegenstände wie Geld und Schlüssel dürfen nicht in den Untersuchungsraum. Karten mit Magnetstreifen, magnetische Speicherträger und elektronische Geräte werden in dem starken Magnetfeld sehr häufig defekt.
Nicht entfernbare Metallimplantate (z.B. Gelenkprothesen, Zahnimplantate, Stents, etc.) sind meist kein Problem. Bitte teilen Sie uns dennoch unbedingt alle solche Implantate mit, damit wir sicher gehen können, dass kein Risiko für Ihre Gesundheit besteht.
Tätowierungen stellen in der Regel kein Problem für die Untersuchung dar.

